Europride und die plötzliche Liebe zum Regenbogen

Veröffentlicht am 12. Juni 2019 von Roman
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Wien ist die vielleicht lebenswerteste Stadt der Welt. Und im Grunde ist sie sogar recht tolerant, auch wenn man das manchmal ob diverser Nachrichten in den Medien gerne bezweifeln mag. Ein Teil davon ist vielleicht dem Lifeball zuzuschreiben, die ihren Ball gegen HIV und für mehr Toleranz und Sichtbarkeit der LQBTQ+ Community im politischen Wiener Stadtzentrum, dem Rathaus, platzierten. Dies wäre natürlich nicht schon ohne einer basistoleranten Stadtregierung möglich gewesen.

Schon seit vielen Jahren fährt in diesem Zeitraum auch die Bim der Wiener Verkehrsbetriebe gut sichtbar mit einer Rainbow-Flagge quer durch alle Bezirke (wahrscheinlich nicht wirklich alle Bezirke, aber immerhin). Der Ball ist über die Jahre zu einer wahren Institution geworden und wurde auch gerne von großen Firmen als Werbefläche genutzt, um sich ebenfalls als weltoffen und liberal zu präsentieren.

Und so kommt es vielleicht auch, dass Unternehmen, Vereine und Institutionen sich auch trauen, sich ebenso so zu präsentieren. Da in diesem Jahr in Wien auch die Europride Veranstaltung stattfindet, wird die Rainbow Flag geklebt, bedruckt oder gehisst und taucht dieser Tage wirklich an sehr vielen Orten in der Stadt auf. Sogar als umgefärbter, bunter Zebrastreifen über die Ringstraße. Wir finden das nicht nur farbenfroh sondern auch ein schönes tolerantes Zeichen. Auch wenn es nicht unbedingt bedeutet, dass die wahre Toleranz der gesamten Thematik gegenüber tatsächlich überaus hoch ist, heißt es doch in wahrsten Sinne des Wortes 'Flagge bekennen' und Zeichen setzen. Der Weg zu übergreifender, gesellschaftlicher Toleranz von Randgruppen ist eben auch ein Ziel. Und da hat es die LGBTQ+ Community in Wien doch schon recht gut erwischt.


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