Dass wir ja gerne etwas Prickelndes (und nicht nur Bier) trinken ist ja in unserem Freundeskreis wohl bekannt. Dass wir unsere Euro-2,90-Prosecco-Zeit auch schon hinter uns gelassen haben kann man sich ob unseres Alters auch ganz gut zusammen reimen. Vielmehr (und wir wissen, es klingt jetzt ziemlich abgehoben) trinken allzu gerne ein Glas (oder eine Flasche) Champagner. Aus einem Getränk für den ganz besonderen Anlass wurde so auch eines für den Genuss zwischendurch, den man sich gönnt.

Aber natürlich ist Champagner halt immer noch schweineteuer - und es wird wohl auch nicht besser. Chinesen, Russen und Inder wollen auch gerne diese Köstlichkeit aus Frankreich haben. Denn Champagner kann man - so der Name - nur aus der Champagne in Frankreich kommen. Was den Preis unweigerlich weiter in die Höhe treiben wird. Die Technik allerdings kann man nicht patentieren und so gibt es ein ganz breites Angebot von Prickelweinen auf der Hefe, die nach der Champagner-Methode hergestellt werden. Wenn auch nicht mit der gleichen langen Erfahrung, die den ganz großen Häusern in der Champagne eigen ist. Denn ein wesentliches Qualitätsurteil für diese Champagner ist, dass sie unabhängig von den jährlichen klimatischen Bedingungen eigentlich immer gleich schmecken. Dies wird durch die Assemblage (Zusammenstellung) unterschiedlicher Weinsorten dann von wahren Experten so gemacht, dass dieses kontinuierliche (und ganz nebenbei gut vermarktbare) Produkt dabei heraus kommt.

Das gute daran - es gibt aber wegen der Verknappung und Verteuerung des Champagners eine Menge Alternativen. Sei es den Cava in Spanien, den Crémant aus Frankreich abseits der Champagne oder den Schaumwein und Sekt aus Deutschland und Österreich. Aber da uns (Österreich) hier die Erfahrung und Menge in diesem Bereich meist fehlt, ist Sekt nicht gleich Sekt. Und nur wenige Häuser in Österreich liefern ein Produkt, das nicht nur prickelt sondern auch mit den großen französischen Vorbildern mithalten kann.

Da dieser Artikel aber schon beim Introbild den Bründlmayer Sekt zeigt ist es kaum verwunderlich, dass wir hier über dieses Produkt schreiben wollen. Bründlmayer ist ein Weingut aus Niederösterreich/Langenlois, welches nicht nur Sekt herstellt sondern auch sonst sehr viele Weine. Auch wenn die Weine sehr fein sind wollen wir sie heute hier nicht heraus streichen - auch nicht den Bründlmayer Brut Sekt, der in Österreich schon seit langem zu einem der besten Alternativen vom Champagner gilt.

Heute ist es an der Zeit eines unserer Lieblingsgetränke vor den Vorhang zu stellen - den Bründlmayer Brut Rosé. Ein Sekt der den Vergleich mit so manchem hochpreisigen Rosé Champagner unserer Meinung nach nicht scheuen muss. Kaum ein Rosé hat so eine wunderbare Farbigkeit - das Prickeln ist feinsinnig und dennoch nicht zu dominant. Der Geschmack sucht seines Gleichen und wird auf der Bründlmayer-Webseite treffend umschrieben: Zarter aber sehr animierender, fruchtig-würziger Duft, mit Anklängen von Kirschen und Walderdbeeren, ein Hauch Zitrus, Karamell- Hefenoten, fruchtbetont und cremig, dahinter vielschichtig am Gaumen, mit eleganter Säure und mineralischem Extrakt, ausgesprochen harmonische Struktur.

Dabei ist die Preisstruktur je nach Bezugsort noch wohlfeil - bereits ab 15 Euro kann man diesen Genuss ergattern (nicht beim Wein&Co;) - soviel wie ein guter österreichischer Weißwein.