Darling, we need some drink here

Gin ist das Beste Tonic

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„DAS KLEINE SCHWARZE“ der Barkultur

Veröffentlicht am 25. Juli 2017 von Roman

Der Drink ist zeitlos und klassisch. Dabei diente der Wacholderschnaps zunächst ausschließlich medizinischen Zwecken: Ein niederländischer Arzt entwickelte den sogenannten „Genever“ (niederländisch für „Wacholder“) als Mittel gegen Magen- und Nierenerkrankungen. Durch englische Soldaten gelangte der Genever auf die Britischen Inseln, wo er den Namen „Gin“ erhielt. Aufgrund eines Importverbotes für französische Spirituosen und einer Lockerung der Gesetze zur Gin-Produktion gewann Gin so sehr an Popularität, dass im Jahre 1727 sechs Millionen Briten schätzungsweise 22,5 Millionen Liter Gin tranken. In der modernen Barkultur gehört Gin zu den bedeutendsten Spirituosen. Er ist an Vielseitigkeit kaum zu übertreffen. Durchschnittlich sechs bis zehn verschiedene Aromen geben jedem Gin sein eigenes Aroma, einzelne Marken reichern ihren Gin mit bis zu 50 Geschmacksstoffen an. Ob pur, mit Tonic Water oder im Cocktail: Gin ist unverzichtbarer Bestandteil jeder Bar, die etwas auf sich hält.

Die Company Ritzenhoff hat sich den Thema Ginglas im Zuge der Designinitiative THE NEXT 25 YEARS verschrieben. Nach 25 Jahren am Markt wurde in einer Ode an das ursprüngliche Erfolgsobjekt, dem gestalteten und designten Milchglas über die kommenden 25 Jahre nachgedacht. Dem Milchglas wurden dabei auch ein Bierglas, eine Sektflöte und einem Drink-Glas sowie 30 Designer zur Seite gestellt, die für die Objekte Designs entwarfen um auf die Gläser gedruckt zu werden. Insbesondere die Gin-Tonic Gläser sind unserer Meinung nach sehr gelungen und haben einen edlen und gehobenen Approach.

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Rhabarbersirup - sommerfrisch

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Was tun mit der Schale

Veröffentlicht am 17. März 2016 von Roman

Rhabarber eignet sich ja auch hervorragend für Sirup. Sei es, um den nächsten Prosecco ein wenig einzufärben und mit einem zart-süß-säuerlichen Arome (und viel Eis) zu genießen, einfach ein paar andere Drinks (könnte auch gut als Schuss in eine Gin-Tonic passen) zuzubereiten oder zum Aufpeppen von Speisen.

Aber auch, wenn man einfach nur einen Kuchen macht und den Spargel schält, lässt sich aus diesen Resten gut ein Sirup zaubern. Der Vorteil: je mehr rote Schale mit dabei ist, desto schöner Rot wird der Sirup selbst. im Internet findet man eine Menge Sirup-Anleitungen - denn schwierig ist es ja nicht. farblich reichen sie von blass-pfirischfarben, hellorange bis hin zu knackigem Rot. Oft wird diese Farbe aber nur erreicht, weil dann auch noch rote Erdbeeren mitgemocht werden. Das wollten wir nicht. Unser Sirup, da er ja auch noch zur Geschmacksverfeinerung auf unseren Rezepten zum Einsatz kam, sollte Rhabarber pur sein. Und eben Rot und fürs Auge etwas hergeben. Also die Variante mit (oder ausschließlich) von der Schale.

Dazu haben wir den Rhabarber geschnitten und mit einem halben Liter Wasser zum aufs Feuer gestellt und erhitzt (wenn man nur die Schale nimmt, kann es etwas mehr Flüssigkeit sein). Dazu dann noch einen Liter Sirupzucker und etwas frischen Zitronensaft hinzugeben und rund 40 Minuten köcheln lassen. Nun ist es wichtig, dass man den Sirup für circa 20 Stunden im Topf rasten lässt - am besten, an einem kühlen Ort.

Anschließend wird der Sirup durch ein Siebtuch gegossen und nochmals für 10 Minuten aufgekocht. Nun in desinfizierte Fläschchen füllen und fertig ist der Sirup. Bei einer Variante haben wir auch noch etwas Campari im letzen Arbeitsgang hinzugegeben und mitgekocht. Die sollte allerdings nicht zuviel sein, da sonst der Rhabarbergeschmack vom Camparigeschmack komplett übertönt wird. Also nur circa 2-4cl auf 150ml Sirup. So bekommt der Sirup auch noch eine leicht bittere Note und der nächste Apero auf der Terrasse ist gesichert.

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Die Komposition macht den farblichen Unterschied: wer nur geschälten Rhabarber für den Sirup verwendet, wird einen hellen und eher farblosen Sirup erhalten. Am schönsten Rot wird er, wenn man viel (oder nur) die Schale verwendet. Wir haben eine Mischung verwendet, weil wir einen Teil Schale ohnehin noch übrig hatten, ein Teil, wie er war nahmen und auch noch Geschäfte Stücke übrig hatten. Also alles rein in den Topf ...
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Schöne Farbe - damit sie auch in den Sirup übergeht, muss dieser nun noch für 20 Stunden an einem kühlen Ort rasten.
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Durch ein Sieb und ein Passiertuch wird der Sirup von allen festen Bestandteilen befreit. Das ist ein bisserl eine Patzerei, allerdings erhält man so erst den richtigen Sirup, der später auch in Drinks mehr für Färbung und Geschmack, als für Trübung und Satz sorgt.
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Der Sirup ist durch den hohen Zuckeranteil sehr lange haltbar. Wichtig ist, eine lupenreine Zubereitung und ein destillieren der Gläser. Das hilft auch, dass das Glas nicht zerspringt, wenn man den noch kochenden Sirup hinein gießt.

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Vorabpreview vom neuen Bond Film: Spectre

Veröffentlicht am 01. November 2015 von Roman

Der offizielle Filmstart vom 24. Bond-Film ist der 6. November. Ich hatte allerdings schon die Gelegenheit, bei einer Premiere von Sony und auf Einladung von Belvedere Vodka im Kinosaal Platz zu nehmen und mit den Film vorab anzusehen. Eine Einladung, die ich gerne annahm, da ich einerseits ja gerne Bond-Filme sehe und ich außerdem Daniel Craig als eine wirklich gute Besetzung finde, die den alten Klassikern neben dem Stil auch noch eine Portion Härte und Kühle mit verpasst. Excellent choice quasi.

Zuviel möchte ich euch hier nicht verraten - ein paar Eindrücke kann man sich vom offiziellen Trailer machen. Ein Bond eben. Mit vielen liebgewonnen Charakteren, die einen als Standard durch all die Filme begleiten. Allerdings auch die in immer wieder neuer Besetzung. Das Grundthema ist ein höchst aktuelles - nämlich die allgegenwärtige digitale Überwachung und deren Möglichkeiten. Drohnen, die die Lizenz zum Töten übernehmen? Lasst euch überraschen. Auf jeden Fall wurde wieder nicht an aufwändigen Effekten und klassischen Verfolgungsjagden gespart. Ein Highlight sind ja in den letzen Bond-Filmen jeweils die Eröffnungsszenen und der Trailer - auch hier kann der 24. Bond wieder absolut punkten und gibt einem einen wunderbaren Einstieg in die folgenden 140 Minuten. Bei denen einen auch kaum langweilig werden wird. Die Handlung ist diesmal allerdings ein wenig anders als sonst - und der Bösewicht gar nicht so klassisch wie sonst. Finde ich zumindest. Schön finde ich die vielen Anleihen an frühere Bonds. Sei es die Szenen in den Alpen oder ein wenig Thrill à la Laser aus Goldfinger (bitte nicht 1:1 erwarten).

Ein paar Szenenwechsel sind wie üblich ein wenig weit hergeholt - aber das sind wir ja auch schon aus früheren Bond-Streifen gewohnt. Mit allzuviel Logik sollte man sich nicht in den Kinosaal setzen. Dafür zeigt sich meiner Meinung nach James Bond ein wenig mehr von der menschlichen Seite - und auch eine gute Portion Humor ist immer wieder quer durch die Handlung und die Szenen verpackt. Vielfach wird ja gemunkelt, ob dies vielleicht der letzte Bond mit Daniel Craig sein wird - was am Ende des Films durchaus Sinn ergibt. Auf jeden Fall würde/werde ich ihn mir schon noch einmal ansehen. Ein Geheimnis der Bond-Filme: man kann sich wunderbar auf eine gewisse Weise mit den Akteuren identifizieren. Die Männer freilich mit James Bond himself. Ein Mann mit gutem Stil und blitzschnellen Instinkt und durchsetzungsfreudig - und dennoch ein Revoluzzer und nicht immer ganz perfekt. Die Frauen schlüpfen wohl ganz gerne in die Identifikationsrolle des einem oder anderen Bond-Girls: verführerisch, elegant und wohlhabend. Gerne suchen sie auch den Schutz und leben ihre Weiblichkeit. Aber im Fall der Fälle sind sie knallhart und überraschen mit Schusstechnik und anderen Durchsetzungstaktiken. Da ist einfach für jeden etwas dabei. Ein Filmkonzept, das auf jeden Fall reichlich geschüttelt und nicht gerührt erscheint.

Gerührt oder geschüttelt ist im übrigen eine Geschmacksache. Und wir müssen uns mal auf eine Erkundungstour begeben, welche Variante wir bevorzugen. Aus dem Bauch heraus würde ich ja eher auf gerührt tippen, da so der seidige Habitus des Vodkas bestehen bleibt. Beim Schütteln kommen noch kleinste Luftbläschen in den Cocktail, was wieder dem Aroma etwas zuträglicher ist. Eine kleine und feine Wissenschaft - aber gerade das macht ja auch den Reiz dabei aus. Im Film findet Bond einen Belvedere Vodka und entschließt sich ihn kurzerhand einfach pur zu genießen. Aus der Flasche, versteht sich.

Belvedere Vodka ist eine relativ junge Vodkamarke. Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes 1989 in Polen beabsichtigte Polmos Żyrardów (eine Brennerei, die bereits 1910 gegründet wurde) einen eigenen Markenwodka auf den Markt zu bringen. Namensgeber dieses Wodka war der Belvedere-Palast in Warschau, der unzähligen polnischen Landadligen als Vorbild für ihren Landsitz diente und heute Residenz des polnischen Staatspräsidenten ist. Noch bis in die 1990er Jahre blieb der Belvedere jedoch eine regionale Spirituose, die im Ausland kaum bekannt war. Erst 1997 änderte sich das, als die Distributionsrechte für die USA vergeben wurden und im Jahr 2002 das Interesse des multinationalen Luxuskonzerns Moët Hennessy, das 2005 die damalige Millennium Import Company, und damit auch die internationalen Vertriebsrechte für die Marke Belvedere, kaufte. Im Dezember 2014 wurde in einer gemeinsamen Presseerklärung mit Albert R. Broccoli's EON Productions, Metro-Goldwyn-Mayer Studios und Sony Pictures Entertainment bekanntgegeben, dass Belvedere Sponsor für den 24. James-Bond-Film Spectre ist und hierfür zwei limitierte Editionen auf den Markt brachte. Ein ziemlich cooler Schachzug, der auch PR-technisch gut ausgeschlachtet wird. Inklusive eigener Microsite, dem Testimonial Stephanie Sigma, die in der schönen Eröffnungsszene ihren Auftritt hat und einem eigenen Spot, in dem ihr Martini besonders eindrucksvoll gemixt und geschüttelt wird.

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Essen mit Ausblick im 57.

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Eine Einladung mit Verwöhnprogramm und Ausblick

Veröffentlicht am 05. April 2015 von Roman

Das Meliá Hotel (einer spanische Hotelkette) hat uns zu einem Dinner in ihr Restaurant in den 57. Stocks des Vienna DC Towers eingeladen - und wir haben uns verwöhnen lassen.

Die Anreise zum Hoteleingang ist etwas komisch und führt durch unterirdische Autobahnen und Garagen bis man irgendwo hinten und mittendrin vor einem Portal aus dem Taxi steigt. Irgendwie versteckt wirkt das alles - dafür aber beeindruckend, wenn man den Blick nach oben richtet und von unten auf die umliegenden Wolkenkrazer blickt. Ein Anblick, den man in Wien nicht unbedingt gewöhnt ist. Wenn man dann erstmals durch die Türe des Meliá-Hotels schreitet offenbart sich eine gewaltige gold-glänzende Wendeltreppe, die einen Stock nach oben führt. In diesem Geschoß kommt man an, wenn man das Hotel zu Fuß und öffentlich erreicht.

253 geräumige Zimmer mit großen Panorama-Glasflächen und einem schönen Blick über Wien kann das Hotel anbieten. Dazu auch noch einen großen Festsaal und natürlich einem eigenen Restaurant. Dieses befindet sich allerdings nochmals um einige Stockwerke höher, denn die Hoteletagen sind auf den unteren Stockwerken. Nimmt man dann den Lift zum 57 muss man erst ein paar Mal Luft schnappen - oder besser gesagt einen Druckausgleich machen. Denn der Lift rast förmlich durch die Stockwerke um einen dann in einer schwarz und dunkel gehaltenen Etage wieder aussteigen zu lassen. Und auch wenn die Einrichtung sehr schön und alles sehr großzügig gestaltet ist, kann man sich kaum zurückhalten und den Blick sofort durch Fenster ins Freie streifen zu lassen. Wir haben dies genau zur Blauen Stunde gehabt und einen gewaltigen Blick mit dem Farbenspiel der Straßenbeleuchtung mit verblassender Sonnenröte genossen. Kaum verwunderlich, dass alle ihre Kameras zückten und an den Fenstern klebten.

Willkommen geheißen wurden wir dann von der Hoteldirektorin Dorothea Schuster, dem Küchenchef Siegfried Kröpfl – der Tiroler, der zuvor im Bristol die kulinarischen Geschicke leitete und einem erfrischenden Rosenblüten-Aperitiv von Sommelier Pascal Kopetzky. Kein schlechter Start, den wir mit einigen uns schon bekannten Bloggerkollegen hier entgegensteuerten. Nach ein paar einführenden Worten ging es dann durch den kulinarischen Abend. Bei selbigen glauben wir, dass man noch etwas mehr Mut für eine gewisse Richtung ausprägen könnte. Denn so eine richtige Linie hat sich uns nicht erschlossen. Freilich wurde und die Küche als Mediterran mit Inspirationen aus der heimischen Küche sowie der Verwendung von saisonalen und lokalen Lebensmittel versprochen – für uns hätte es aber auch etwas spezifischer sein können. Denn außer dem Bärlauch-Süppchen war nicht sehr viel Saisonales zu erkennen. Und auch spanische Einflüsse ließen sich nur bei den Scampi erahnen. Hier hätten wir auch gerne eine etwas größere kulinarische Reise unternommen – als Wien-Bezug hätte uns schon der fantastische Ausblick (wahrscheinlich der schönste über und auf Wien und die Donau) genügt.

Dafür hat uns Pascal Kopetzky immer wieder mit feinen Weinen zu den Gerichten verwöhnt und einiges darüber berichtet. So konnten wir auch ein paar ungewöhnlichere und für und neue Weine verkosten.

Im Anschluss wurden wir noch einen Stock höher in die Bar geführt, die gerade von der Struktur ein wenig im Wandel ist. Etwas ausgefallenere Drinks mit Kräutereinschlag (wie es im Moment ja recht angesagt ist) soll es künftig geben. Und dies paart sich mit einer tollen und hoch verglasten Freiluft-Terrasse, die durch die hohen Glaswände auch relativ windgeschützt sein soll. Uns war es draußen noch ein wenig zu kalt und dunkel - aber in lauschigen Sommernächten ist dies sicher eine ganz tolle Bar-Location.

Alles in allem ein wirklich feiner Abend, der bei der Speisefolge noch raffinierter, mutiger und themenbezogener sein könnte. Das Service war wunderbar und wir konnten uns fein unterhalten, die Gesellschaft, die Stimmung und den Ausblick genießen. Was man ja auf den Fotos auch ganz gut erkennen kann. Danke an das Hotel Meliá für die Einladung.

Öffnungszeiten 57 Restaurant:
Dinner: Dienstag-Samstag 18.00-22.00 Uhr (Letzte Bestellung)
Business Lunch: Montag-Freitag 12.00-14.30 Uhr (ausgenommen Feiertage)
Reservierungen im 57 Restaurant unter +43-664-889 633 23 oder .(JavaScript must be enabled to view this email address)

Öffnungszeiten 57 Lounge:
Dienstag bis Donnerstag: 16:00 - 01:00 Uhr
Freitag und Samstag: 16:00 - 02:00 Uhr (DJ ab 21:00 Uhr)
Reservierungen (Bottle Service) unter +43-664-889 633 23 oder .(JavaScript must be enabled to view this email address)

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Keine steirische Eiche - eher ein Aeijst

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Aeijst (gesprochen Ej-st) ist ein steirischer Gin

Veröffentlicht am 13. Februar 2015 von Roman

Und nochmal ein Gin-Beitrag. Denn heute hat mir Erich in der Agentur einen neuen Gin unter die Nase gehalten. Fein säuberlich und liebevoll verpackt und leider noch ungeöffnet - was sich aber hoffentlich demnächst ändern wird. Also habe ich mich einmal auf Internetrecherche begeben und versucht ein paar Dinge über diesen Gin aus der Steiermark herauszubekommen.

Der Name erinnert zu allererst in seiner Form eher an einen finnischen oder nordischen Namen - ist aber nur die kreative Schreibweise von einem so richtig urig ausgesprochenem 'Ast' – "de Aeijst hoit" (bisserl was bellerisches muss man sich beim Lesen halt vorstellen). Der Mann hinter diesem Gin heißt Wolfgang Thomann und kommt aus dem südsteirischem Lebring vom Langaberg. Und genau ihn hat Erich bei einem Ausflug am Wochenende kennengelernt.

Auf der Webseite erfährt man nicht sehr viel. Getreu dem Motto: Viel besser als über Gin reden ist übrigens Gin trinken. Darüber hinaus aber schon noch, dass der Gin zu 100% aus biologischen Zutaten, handgefertigt und aus ehrlicher Überzeugung entstanden ist. Ausgeglichen im Geschmack. Puristisch, aber nicht einfach.

Natürlich hat es der Gin auch schon ins Torberg (Gin-Bar in der Strozzigasse mit 300 unterschiedlichen Gin Sorten aus der ganzen Welt) geschafft - aber hier haben wir ihn auch noch nicht verkostet. Im Internet haben wir dann aber noch dieses Dokument und folgenden Inhalt gefunden:

Wolfgang Thomann, Weinbauer und Schnapsbrenner, erweitert seine Produktlinie und vertreibt ab Oktober einen steirischen Gin unter dem Namen „Aeijst“. Zuerst soll der österreichische Markt bedient werden, dabei konzentriert er sich in der Anfangsphase auf einige Lokale und Partner. In weiterer Folge ist die Ausweitung des Vertriebs geplant. „Aeijst“ kommt aus dem steirischen Dialekt und meint die Äste von Pflanzen, da Gin seine charakteristische Note aus dem Ansetzen mit pflanzlichen Aromen bekommt. Diese sogenannten „Botanicals“ für Aeijst wurden zuerst einzeln verkostet und danach zusammengesetzt, das war die Basis für diesen unvergleichlichen Geschmack. Ein klares Indiz dafür, was Thomann wichtig ist: Purismus, Bodenständigkeit und 100% biologische Zutaten. Der fertige Gin wird in Flaschen zu 500 ml abgefüllt und hat 43,5 % vol. Er schmeckt hervorragend pur kann aber auch als Partner für Mixgetränke verwendet werden.

„Die Zeit und die Idee waren reif. Es hat sich plötzlich eine Dynamik entwickelt, der wir uns nicht mehr entziehen konnten.“ sagt Thomann auf die Frage, warum er nun seinen eigenen Gin macht. Im Hause Thomann arbeitet die ganze Familie an „Aeijst“ mit. Die Kinder von Wolfgang - Markus, Paul und Lisa, sowie ihr Freund Andreas - sind neben ihm die Köpfe des Unternehmens.

Mit dieser Leidenschaft und Liebe zum Detail wird sich die ganze Marke präsentieren. Aeijst ist bereits auf einigen Verkostungen und Veranstaltungen präsent gewesen und erfreut sich bei Kunden und Gin-Kennern gleichermaßen großer Beliebtheit. Aktuell wird deswegen auch der hauseigene Abfüllraum erweitert, um der großen Nachfrage gerecht zu werden.


Gin-Liebhaber haben ihn bereits verkostet. Das Online-Resumee: “Aeijst ist ein perfekter Gin mit einer wunderschön ausgeprägten Wacholdernote, ätherischen Nadelholzaromen, sanfter Zitrusnoten und erinnert mich weiters ganz leicht an Birne” so Flo, der Barkeeper und Inhaber der albertgasse39. “Das Produkt überzeugt mich zu 100%, denn der Gin ist sowohl als Gimlet – Gin auf Eis mit Limettensaft und Leuterzucker – ein Traum als auch als Gin Tonic herrlich."

Auf der Internetseite gibt es Aeijst in 500ml Flaschen zu je 29 Euro - ein ganz guter Preise, wenn der Inhalt hält, was das Äußere und die geschriebenen Worte versprechen.
Die Steiermark ist vielleicht nicht traditionell für Gin bekannt, aber das fängt ja jetzt angeblich an.

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