In ancient times, chocolate was considered sacred and noble. Then in the industrial era it was commodified and mass-produced. To’ak is working to restore chocolate to its former grandeur and push its boundaries to new horizons.

Veröffentlicht am 15. September 2017 von Roman

Heute waren wir bei Johannes Lingenhel im Lokal und haben eine luxuriöse Köstlichkeit verkostet. TO'AK heißt die Schokolade, die in jeder Hinsicht versucht, nur das beste, edelste und moralisch einwandfreie in jedes Gramm zu packen. Von denen gibt es dann genau 50 und eine Holzpinzette in einer edlen Verpackung, wofür man dann aber auch einen Preis zwischen 275 und 365 Euro hier im Lingenhel verlangt. Ist es die Sache wert? Nun, dass muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall ist es schön, wenn man auch pure Qualität und Leidenschaft angeboten bekommt. Die kleinen Mengen, die Liebe zum Detail und die Hingabe, mit der man die besten Zutaten und Prozesse auf der ganzen Welt erkundet, lassen eben keinen günstigeren Preis zu.

Einer der Gründe von TO’AK ist Carl. Carl ist Österreicher und lebt schon länger in Ecuador. Er und sein Mitgründer Jerry Toth wollten einen Schokolade produzieren, die ähnlich wie Wein den Jahrgängen unterworfen ist und man das Terroir in ihr spüren und wahrnehmen kann. Denn manche Jahrgänge sind feuchter, wärmer oder kühler als andere. Und die Kakaobohnen nicht immer gleich. In der Großproduktion achtet man im Moment allerdings eher darauf, immer denselben Geschmack zu erzielen und die Schwankungen auszugleichen. Bei TO'AK geht man allerdings einen anderen Weg. Und dies spiegelt auch der Name TO'AK wieder was in etwa so etwas wir Baum und Erde bedeutet. Man verwendet bei den Schokoladen einen „Ursorte“ Kakao, die laut aktuellen Funden auch ihren Ursprung in Ecuador hat. Diese Sorte, die durch Naturplagen (ähnlich der Reblaus beim Wein) und der Industrialisierung vom Aussterben bedroht ist, kommt in die Schokoladen von TO'AK.

Die geringen Mengen der TO'AK Schokoladen gibt es weltweit nur in ganz wenigen Geschäften zu kaufen. Zum Beispiel bei Harrods in London. Aber eben auch in Wien bei Johannes Lingenhel in der Landstrasser Hauptstraße.

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Bei der Verkostung wurde uns erklärt, dass es schon zu kleinen geschmacklichen Veränderungen kommen kann, wenn man die Schokolade mit bloßen Fingern angreift. Deswegen liegt der Verpackung auch eine kleine hölzerne Pinzette bei, mit der man die einzelnen Stücke dann auf die Zunge legt, ein-, zweimal durchbeißt und dann schön langsam zwischen Zunge und Gaumen schmelzen lässt. So entfalten sich alle Aromen am besten.
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Verkostet haben die Gäste und Journalisten insgesamt 6 verschiedene Sorten bzw. Jahrgänge. Mit ebenfalls unterschiedlichen Kakaoanteilen. 2 davon wurden in Whiskey- bzw- Cognacfässern gereift und haben daher die zarten Aromastoffe dieser Spirituosen angenommen. Diese haben mit persönlich am besten geschmeckt. Aber auch die anderen waren eine Wucht.
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Bei der Verkostung haben wir auch ein paar Freunde getroffen und eine Menge Spaß gehabt. Auch Toni von BYAH war mit dabei und hat auf ihrer Webseite einen schönen Bericht mit noch mehr Hintergründen verfasst.
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Nach der Verkostung der Schokoladen gab es dann auch noch etwas Sprudelndes. Während der Verkostung bekamen wir reines Wasser, um den Geschmack der schmelzenden Schokoladen nicht zu beeinträchtigen.
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Außerdem wurden aus der Küche noch ein paar Häppchen serviert und man konnte sich mit den anderen Gästen über die soeben gemachten Erfahrungen unterhalten und noch den Abend ausklingen lassen. Wir haben uns bei den Köstlichkeiten aus der Küche allerdings zurückgehalten, da uns unser anschließender Besuch im Wiener Wohnsalon zum Essen bevorstand. Also 2 sehr schöne kulinarische Erlebnisse mit lieben Freunden an nur einem Abend.
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