12 Kandidaten wurden unter die Geschmackslupe genommen

Veröffentlicht am 04. Februar 2015 von Roman 2 Kommentar(e)
Vor einiger Zeit haben wir ja mit Freunden einen ausführlichen Test über einen österreichischen Mehlspeißklassiker – den Punschkrapfen – gemacht. Und eigentlich dachte ich bereits, dass das Ergebnis auf unserer Seite bereits online war. Im Zuge der Umstellung von Simply4Friends auf das aktuelle Layout und er Einbindung der neuen und überarbeiteten Suchfunktion bin ich verwundert draufgekommen, dass es Ergebnis ja noch gar nicht veröffentlicht wurde.

Zur Erinnerung: 16 süße und rosa (also zumindest fast rosa) Punschkrapfen jeder Preisklasse sollten uns einen Überblick über das Angebot geben. Schon lange im Vorfeld hatten wir oft einen regen Austausch mit unseren Freunden, was wohl der Beste sei und welche Kriterien er erfüllen musste. Auch, wenn wir es nicht so wissenschaftlich genau genommen haben wie zum Beispiel Katharina Seiser bei ihrer Verkostung – hier kamen 11 Kandidaten unter die strenge Lupe -– so haben wir glaube ich doch einen ganz guten Überblick geschaffen. Außerdem mit bei uns im Test ein paar Kandidaten, die hier noch nicht abgedeckt wurden. Dafür gibt es bei Katharina Seiser wieder welche, die wir nicht auf unserer Verkostungsliste hatten. Wer also beide Beiträge liest, bekommt wahrscheinlich wirklich nicht nur Lust auf ein Punschkrapferl, sondern auch einen sehr guten Überblick, wenn es um Geschmack und Optik geht. Insbesondere nach der ersten Kategorie suchen wir die süßen Verführer ja meist aus.

Aber wie muss so ein Punschkrapfen eigentlich aussehen, was erwartet man sich, wenn man hinter die rosa Fassade blickt und vor allem: was ist der beste Geschmack? Eines steht fest - sehr süß sind sie alle. Wie schokoladig, hell oder rummig sie sind hat aber eine sehr große Varianz. Bevor ihr nach unten zu den Ergebnissen scrollt seht ihr oben nochmals den Überblick über alle Kandidaten. Welcher würde euch so gefallen? Zu welchem Krapfen würdet ihr greifen, wenn ihr vor so einem Regal stündet? Der Punschkrapfen ist im eigentlichen Sinn ja eher eine Restlverwertung. Weil in vielen Bäckereien und Konditoreien Kuchen und Torten täglich übrig bleiben (keine Ahnung, ob man das heute noch so macht bzw. überhaupt machen darf) - wurden diese Kuchenreste meist in einer Schüssel mit Rum & Orangensaft zu einer festen Masse verrührt. Daraus entsteht eine meist nicht besonders attraktive Masse (je nach verwendeten Kuchen- und Tortenresten) - um diese etwas geschmackiger aussehen zu lassen, kommt dann noch Kakaopulver hinzu. Alles auf einen simplen Biskuitboden aufgestrichen und dann mit einem Messer in Würfel zerschnitten. Jetzt muss das ganze nur noch mit einem Zuckerguss übergossen werden - eine kandierte Kirche oben drauf und fertig ist der süße Restlkrapfen - warum es allerdings 'Krapfen' heißt, ist mir leider nicht ganz klar.

Spannend war es, dass alle Kandidaten ein sehr unterschiedliches Innenleben offenbarten. Von Beige bis Schokolade pur, dünnem Biskuit- oder dickem Biskuitboden, gleichmäßige oder gefleckte Masse, eher saftig oder trocken. Jeder interpretiert den Krapfen also scheinbar anders. Da auch einige Kanditaten aus dem Supermarktregal kommen (immer wieder spannend zu sehen, wie sich billige Massenware mit Handwerkskunst vergleicht) war auch die Glasur sehr unterschiedlich. Nebst allen Farbnuancen in Rosa merkt man auf den ersten Blick schon die Qualität der Zuckerglasur. Von richtig schönem Fondant bis hin zu sehr dünnem, mehr nach Plastik anmutenden Überzügen. Aber wenn wir schon beim Thema Preis sind: es kamen alle Kandidaten auch auf die Waage und wir haben für einen besseren Vergleich den Preis pro 100 Gramm überall mit angegeben. Wer also eurer persönlicher Preis-Leistungs-Sieger wäre, könnt ihr euch so ganz gut selbst zusammenreimen. Jetzt aber zu den einzelnen Ergebnissen und Eindrücken - and the Winner is: