12. Mai 2019

Love today – act for tomorrow

Veröffentlicht am 12. Mai 2019 von Roman
Lesezeit: Lesezeit: cirka 3 Minuten (5 Bilder)

Heute ist Muttertag. Grund genug an dieser Stelle nicht nur über die Leistung der Mütter (und natürlich auch Väter) zu reden, sondern auch über die Verantwortung, die mit dem Eltern sein einhergeht.

Nüchtern betrachtet, hat das Kinder bekommen seit je her wenig mit den Kindern zu tun, sondern viel mehr mit den Eltern. Sie sind es ja auch, die die Entscheidung treffen, mit Kindern (mehr oder weniger) durchs Leben zu gehen. In den Zeiten vor der Aufklärung und der Verhütung sind Kinder vielfach auch einfach passiert oder waren die bewusste oder unbewusste Nebenwirkung eines Vergnügens (wenn wir das einmal optimistisch betrachten und den Rest ausklammern). Von der Natur vorgesehen ist es zwar im Moment der Geburt vielleicht eine ziemliche körperliche Herausforderung, am Ende aber recht natürlich, dass so ein kleiner Wonnebrocken (meist als Schreihals) das Licht der Welt erblickt. Nach den ersten Schmerzmomenten kommt dann die große (hormonelle) Freunde und eine damit einhergehende Erleichterung. Kurz darauf weicht der Freude dann oft die Sorge. Die Sorge, vernünftig für das kleine, ungeschützte Etwas da zu sein, alles irgendwie hinzubekommen, die Eskapaden zu überstehen und die Spinatflecken wieder aus dem weißen Sofa zu bekommen.

Diese Sorge hält dann auch ein Leben lang an. Und auch, wenn man vieles nicht als Elternteil selbst bestimmen kann – so passiert es in den besten und wohlmeinendsten Häusern, dass die Kinder eine ganz gegenteilige Entwicklung nehmen, als von der Erziehung grundsätzlich vorgesehen ist – müht man sich, um die später undankbaren Bälger auf den rechten Weg zu bekommen (das ist an dieser Stelle noch gar nicht politisch gemeint). Schlafprobleme, Lernprobleme, soziale Probleme, Aufmüpfigkeit, Pubertät und Rebellion, auf eigenen Beinen stehen und sich nicht mehr kümmern oder auch nicht auf den eigenen Beinen stehen und nicht ausziehen - die Herausforderungen einer Kinder-Elternbeziehung sind mannigfaltig und überaus spannend.

So danken wir heute den Müttern (und am Vatertag den Vätern), dass sie uns am Leben gelassen haben und nicht, wie wahrscheinlich oft gedacht oder in purer Verzweiflung auch ausgesprochen – "Ich könnt sie umbringen! – den Immer wieder kehrenden 'Wunsch' in die Tat umgesetzt haben. Und natürlich auch für alle andere Mühen. Dafür gibt es heute meist Blumensträuße, Muttertagsbesuche, Kirchgänge und vieles mehr!

Aber kommen wir zum ursprünglichen Gedanken zurück: der Verantwortung! Für viele angehende Eltern steht heutzutage (wo alles so schön planbar ist) der Traum von der glücklichen und idealen Familie vor vielen anderen Entscheidungen. Und solche Entscheidungen können sehr weitreichend sein, werden aber oft stark verkannt. Nicht nur, welches Vorbild ist man seinen Kindern! Sondern auch, welche Welt überlässt man der immer neuen Generation. Niemand hat mehr Verantwortung sich darüber Gedanken zu machen, als Elternteile, die Kinder in diese Welt bringen (brachten oder bringen wollen)! Denn so ein heute geborener Gschrapp bleibt auf dieser Welt für circa 80-90 Jahre. Und könnt ihr euch noch erinnern, wie unsere Welt vor solchen 80 Jahren ausgesehen hat?

Kriege, Armut, Ungleichheit - das ist in Anbetracht eines Menschenlebens noch gar nicht so lange her. Und unsere Großeltern oder Ur-Großeltern haben das noch alles miterlebt. Und es bedeutet, dass es solche Entwicklungen auch wieder geben kann! Wir fühlen uns heute sicher, weil wir in einer Wohlstandsgesellschaft im wohligen Schoß der EU den kriegerischen Auseinandersetzungen hier nicht mehr ausgesetzt sind. Aber so lange ist es noch gar nicht her, dass jeder Staat nur für sich gedacht hat und dabei versuchte seinen Einfluss immer größer zu machen und auch andere Territorien zu vereinnahmen. Und wenn man sich die Länder und manche politischen Kräfte im heutigen Europa (reden wie erst gar nicht von der ganzen Welt) ansieht, dann kommt einem das pure Grauen. Jeder will wieder für sich sein und unter dem Deckmantel der größeren Entscheidungsfreiheit eines Staates dem Volk vormachen, dass man alleine besser da steht als in einem Verbund! Meiner Meinung nach ein absoluter Blödsinn!

Unabhängig von der politischen Gesinnung (so ist es in der Demokratie halt) ist es wichtig, mit manchmal auch nur kleinen Zeichen große Wirkung zu erzielen! Und bei der kommenden EU-Wahl ein klares Zeichen für ein starkes Europa zu setzen und zur Wahl zu gehen! Denn genau diese Verantwortung haben alle Eltern – und auch die, die kleine Kinder haben, sollten dies dennoch für die künftigen Generationen machen. Da passt der vom Europäischen Parlament veröffentliche Film - nicht nur zum heutigen Muttertag.

Der hier verlinkte Film ist auf Englisch - eine deutsche Version und viele interessante Fakten zu Europa und der Europawahl findet ihr auf: Diesmal wähle ich

Danke Mama(s) und Papa(s)

Und weil's so schön ist und so ein Muttertag von vielen Marken emotional aufgegriffen wird, habe ich auch noch ein paar aktuelle Werbespots zu dem Thema zusammen getragen. Viel Spaß mit der emotionalen Hochschaubahn in diesem Werbeblock.

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Es sprießt wieder

Veröffentlicht am 07. März 2019 von Roman
Lesezeit: Lesezeit: weniger als 1 Minute (9 Bilder)

Jetzt geht es wieder so richtig los. Zwar ist es noch recht zeitig und der Schein trügt vielleicht, wie schon einige Male, aber wir sind einmal optimistisch. Und ändern können wir es ohnehin nicht. Allerdings ist es Anfang März auch nicht unmöglich, dass nochmals eine kältere Frostperiode und sogar Schnee kommt. Für diesen Fall lassen wir wenigstens das Überwinterungszelt noch aufgebaut bzw. können die paar empfindlichen Pflanzen rasch wieder in den Wintergarten stellen. Aber jetzt freuen wir uns einfach bei den Terrassen-Rundgängen auf die vielen Knospen und Austriebe. Schön, wenn es wieder grün wird auf der Terrasse!

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Winter-Orangerie

Veröffentlicht am 05. Februar 2019 von Roman
Lesezeit: Lesezeit: weniger als 1 Minute (4 Bilder)

Schön, wenn wir es schaffen, dass unsere Zitrusbäumchen gut und kräftig über den Winter kommen. Dazu braucht es neben dem Platz auch viel Pflege und Aufmerksamkeit. Bei uns kommen unsere Zitronenbäumchen in den Wintergarten, der durch die großen Glasflächen auch im Winter den Pflanzen viel Licht zukommen lässt. Alternativ kann man die Zitrusfrüchte auch kühl und eher dunkel überwintern - was ihnen gar nicht so schlecht täte. Wenn sie es allerdings auch im Winter relativ hell und warm haben, bleiben sie im Wachstum und setzten sogar neue Blüten an. Was bedeutet (in Ermangelung der Bienen im Wintergarten), dass man sich selbst das Sumsi-Kostüm überstülpen sollte und dann fleißig die Befruchtung mittels feinem Pinsel regelmäßig vornimmt. Mit Erfolg, denn so starten wir schon mit kleinen Babyzitronen in die neue Terrassensaison und wir hoffen auch schöne Früchte im Spätsommer.

Eine weitere Herausforderung sind natürlich auch Schädlinge, die sich ohne Winterpause im Inneren rechst schnell ausbreiten können und die Pflanze schädigen. Hier sollte man immer sehr Achtsam sein und rasch entsprechende Gegenmaßnahmen starten. Glück hatten wir in diesem Jahr (da haben wir schon schlimmeres befürchtet) mit den Baumwanzen. Denn die verkriechen sich normalerweise im Winter in der Erde oder in geschützten Baumstamm-Löchern und kommen erst wieder raus, wenn es wärmer wird. Und da haben wir schon befürchtet, dass wir uns möglicherweise einen Teil der Plage so in die Wohnung geholt haben könnten. Zum Glück hat es sich nicht bewahrheitet und wir haben keine einzige Baumwanze auf den Zitrusfrüchten festgestellt. Vielleicht sind diese Art der Bäume auch nicht ganz von ihnen bevorzugt.

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Star Wars forever

Lesezeit: Lesezeit: weniger als 1 Minute (8 Bilder)

Kunst: die Charaktere von Star Wars in Marmor verewigt

Veröffentlicht am 10. Oktober 2018 von Roman

Die Skulpturen der Star Wars Rollen wurden vom französischen Künstler Travis Durden erstellt. Nur leider nicht in echt, sondern 'nur als Fotomontagen. Durden möchte Leute dazu bewegen, klassische Kunst mit dem gleichen Enthusiasmus zu betrachten wie Pop Art Kultur. Das stand auch hinter der Idee, die Filmhelden als Mythen quasi unsterblich in Stein zu bannen und ihnen dadurch klassische Rollen zuzuweisen, die über die Zeit erhaben sind und bestehen bleiben.

Die Körper wurden historischen Statuen aus dem Louvre entliehen. Yoda's Köper beispielsweise auf dem Körper von Eros, ein Stormtrooper mit Robe, der einen Text von einer Steinplatte liest und damit gegensätzlich etwas sehr Gelehrtes und Erhabenes zum Ausdruck bringt.

Der Kopf von General Grievous, Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith, findet seinen Körper von James Pradier's "Niobide blessé" (1822)

Germain Pilon’s "The Resurrection of Christ" (circa 1572) als Basis für Travis Durden’s "Darth Resurrection" mit dem one-and-only Darth Vader.

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Die Terrasse bekommt eine Grundpflege

Veröffentlicht am 20. September 2018 von Roman
Lesezeit: Lesezeit: cirka 2 Minuten (17 Bilder)

Im Herbst steht immer viel Arbeit an auf unserer Terrasse. Mittlerweile sind die Pflanzen alle schon groß geworden und haben es sich so richtig gemütlich gemacht. Da sie anders als in einem Garten in Trögen sind, müssen sie auch mehr als sonst üblich gedüngt und mit Wasser versorgt werden. Und sie müssen auch regelmäßig geschnitten werden, damit sie nicht zu groß werden und sie der Wurzelstock im Trog nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgen kann.

Das alles ist immer eine Menge Arbeit und wir haben uns dieses Jahr dazu entschlossen, professionelle Unterstützung zu holen. Dies ist ja in der Stadt gar nicht so selten und so haben wir schon einige Male in unserer Gegend den Lieferwagen von Doris Minich's Gärten stehen sehen und da einfach mal angerufen. Doris Minich kam bei uns kurz darauf vorbei und hat mit uns gemeinsam die notwendigen Arbeitsschritte aufgenommen und auch eigene vorgeschlagen, die wir dann kurz später als Kostenvoranschlag erhalten haben. Ein Investment, welches wir machen wollten. Denn einerseits ist es aus Profihand (Schnitt und Düngung sind ja eine eigene kleine Gartenwissenschaft) und andererseits wollten/konnten wir einige der Arbeiten nicht selbst machen.

So ist es zum Beispiel immer extrem mühsam eine abgestorbene Pflanze (der letzte Winter hat ja leider wieder ein paar Pflanzen auf dem Gewissen, darunter unser schöner großer Lorbeerbaum – siehe hier am letzen Bild ganz rechts hinter dem Geländer vor 2 Jahren – und auch wieder ein paar Eiben) aus den Trögen zu bekommen, da der Erdballen ein einziger, dichter Wurzelballen geworden ist. Oder auch der Efeu, der sich mittlerweile hinter und unter Trögen ausbreitet und vor allem auch an Bereichen außerhalb vom Geländer wächst und gedeiht. Dafür benötigen wir jemanden, der erfahren ist und mit entsprechender Ausrüstung und Schwindelfreiheit über das Geländer steigt und dann die Pflanzen zurückschneidet.

Vorarbeiter und Helfer kamen in der Früh und haben fleißig bis abends auf unserer Terrasse gewerkt und dabei all die anstehenden Dinge erledigt. Vielleicht hätte man es selbst ein klein weniger gründlicher und exakter gemacht (zum Beispiel den Buxbaumschnitt), aber es ist einfacher etwas nachzuarbeiten als die groben Tätigkeiten alle zu machen. Und was besonders toll ist, der abgefallene Grünschnitt wurde auch gleich entsorgt (und wahrscheinlich fachgerecht einer Kompostierung zugeführt) und die diversen Pflanzen bzw. notwendige Erde besorgt und auf die Terrasse hinaufgetragen.

Unser Fazit: es zahlt sich durchaus aus. Vielleicht muss man es nicht 2- bis 4-mal im Jahr machen, aber einmal pro Jahr ist auf jeden Fall sehr angenehm und man kann dann auch ein paar Arbeiten kumuliert erledigen lassen. Die Qualität, Freundlichkeit und Kompetenz von Doris Minich's Gärten hat uns auf jeden Fall überzeugt.

Hier ein paar Bilder von heute Morgen bevor die Garten-Barber von Doris Minich kommen. Ein wunderschöner Tag steht bevor uns auch für die Helfer ist es sicher angenehmer, bei gutem Wetter hier im grünen Idyll zu werken. Auch wenn so ein etwas verwilderter Terrassengarten etwas sehr schönes ist und viel Gemütlichkeit ausstrahlt, so muss dafür doch von Zeit zu Zeit gründlich daran gearbeitet und manchmal auch radikal zurückgeschnitten werden. Denn nur so fühlen sich die Pflanzen wieder pudelwohl und können sich weiter entfalten. Der Eindruck bei vielen wilderen Gärten täuscht ganz gerne darüber hinweg, wieviel Arbeit und Grundpflege hier hinein fließt, damit am Ende ein tolles und üppiges Gartenerlebnis entsteht.

Eine der beiden Eiben im Trog (hinten im Bild) ist leider eingegangen und auch die andere sieht nicht gerade gesund aus. Solche große Pflanzen aus den Trögen zu bekommen ist immer harte Arbeit, da sich die Wurzeln komplett ausgebreitet haben und es schwer ist, mit Werkzeug ins dichte Erdreich zu stechen. Da benötigt es viel Kraft und gutes Werkzeug. Und wir wollen die Tröge (auch, weil wir sie nicht mehr nachbekommen) weiter nutzen. Garantie dafür haben wir zwar keine bekommen, aber am Ende hat es gut funktioniert.

Der abfallende Grünschnitt wird gesammelt und dann auch gleich wegtransportiert. Dafür steht auf dem Kostenvorschlag auch eine eigene Position. Es zahlt sich aber aus und es ist nach der Arbeit alles gleich wieder sauber und das Grünzeug abtransportiert zur fachgerechten Kompostierung.

Hier kann man gut erkennen, wie es sich der Efeu in den Ecken schon so richtig gemütlich gemacht hat. Die Feuchtigkeit ist auch nicht gut für das Terrassenholz, welches so noch schneller verwittert und irgendwann dann morsch wird und ersetzt gehört. Daher muss man insbesonders bei solchen Bodendeckern aufpassen oder auch bei Staunässe unter Trögen (immer auf Tonfüße stellen, damit das Wasser gut ablaufen kann und sich durch die Belüftung kein Schimmel oder Pilz darunter ansiedeln kann. Das mögen weder Terrassenholz noch die Pflanze selbst.

Die Buxbäume haben wieder ihren vorgesehenen quadratischen Look. Noch etwas selbst nacharbeiten und dann sieht es fast wieder aus wie in Schönbrunn.

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Doris Minich, Gartengestaltung, Gartenpflege, Erfahrungsbericht, Terrasse, Terrassenpflege, Grundarbeiten, Düngung, Herbstdüngung, Langzeitdüngung, Schnitt, Sicherung, Abseilen, außerhalb des Geländers, Buxbaumschnitt, Nematoden ausbringen, Baumschnitt, Efeu entfernen, Pflanzen tauschen

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Publikums-Beschimpfung

Veröffentlicht am 27. April 2018 von Roman
Lesezeit: Lesezeit: weniger als 1 Minute

Ein wirklich sehr lustiger (weil wahrer) Comedy-Beitrag, bei dem wir sehr viel schmunzeln mussten. Das Thema: gesundes Leben, vegan und voller Lustverzicht. Die Darbietung der Gruberin ist dabei genau am Punkt unserer Meinung (wenn machmal auch wegen einem Lacher überzogen). Das besonders lustige daran: dass es wohl eine besonders hinterlistige Publikumsbeschimpfung ist, ohne, dass es wohl mindestens 50 Prozent des Publikums als eine solches empfindet.

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Monika Gruber, Kabaret, Comedy, Filmbeitrag, gesundes Leben, Parodie

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Für die perfekte Welle

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Limited Editions by BoomArt

Veröffentlicht am 10. März 2018 von Roman

Die in Frankreich angesiedelte Kunstschmiede Boom-Art hat sich mit dem Surfboard Hersteller UWL-Surfboards zusammen getan und bietet Surfbretter in limitierten Sondereditionen an. Die Surfbretter bieten eine ziemlich gute Fläche, um als Leinwand für ausgefallene Kunst herzuhalten. Sie aus aus den Bereichen Pop-X-Art, oder aber auch als Träger sehr klassischer Motive. Insbesondere bei der letzteren Variante ergibt sich ein spezieller Eindruck. Die moderne Form des Surfboards, die gerne mit dazu passenden Bildern im Kopf von surfenden Jungs auf blauen Wellen verbunden ist, mit den filigranen kunsthistorischen Motiven, ergibt eine spezielle Wirkung und setzt solche Kunstwerke auch in moderneren Wohnungen oder Häusern in Szene. Passend zu diesem Einsatzzweck sind auch Aufsteller und Vorrichtungen zur Befestigung an der Wand gleich vorgesehen.

Denn zum Surfen sind sie wohl eher bei Preisen zwischen knaoo 2.000 und 5.600 Euro (für ein Triptychon) eher nicht gedacht. Wem das zu viel ist, aber die Idee dennoch spannend findet, kann sich auch bei den gestalteten Skateboards bei Boom-Art umsehen, die zwischen 100 und knapp 500 Euro (für eine ganze Serie) liegen und vielleicht einen noch anachronistischeren Kunstuntergrund darstellen.

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Boom-Art, Surfboards, Skateboards, Vintage Surfboards, Kunst, Sonderedition, Gestaltung, Made in France, Frankreich, online bestellen, Kunst auf Sportgeräten, Anachronismus, Venus, Gustav Klimt, Hieronymus Bosch, Style, Kult, Kultur

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Apple HomePod – sounds good

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Apple hat Musik in den Genen. Nach dem iPod, iTunes, AppleMusic, Beats und den AirPods bringt Apple nun einen Homespeaker auf den Markt. Verfügbarkeit und Nutzen im Moment aber noch ziemlich eingeschränkt.

Veröffentlicht am 20. Jänner 2018 von Roman

Apple hat mit dem HomePod das Terrain der Homespeaker beschritten. Ein Bereich, den man schon recht früh für sich erkannte, allerdings immer irgendwie nur halbherzig verfolgte. Schon vor Jahren hatte Apple immer wieder recht umsmarte Lautsprecher im Programm, die aber eher eine Randerscheinung blieben und jeweils nach ein paar Jahren aus dem Angebot fielen. Dabei kümmerte man sich immer wieder um eine gewisse Soundqualität (etwas über dem aktuellen Consumer-Standard) und vor allem den Designanspruch. Richtige Hits sind diese Lautsprecher allerdings nie geworden. Mit AirPlay hatte man dann eigentlich sehr frühzeitig einen richtigen Trumpf in der Hand. Kabellos (via WiFi) und multiroomfähig war das Protokoll mit den eigenen WiFi-Routern. Etwas, was damals eigentlich nur ganz wenige HiFi-Anbieter am Markt hatten, darunter der Pionier B&O mit Beoplay. Doch das System von Apple war nicht nur einfach, sondern auch preislich verglichen extrem günstig zu haben.

Doch wie es mit den Innovationen halt so ist, es ist wunderbar, wenn man wo der Erste ist, allerdings nutzt es einem wenig, wenn das Terrain dann nicht gepflegt und weiter entwickelt wird. Und so haben immer mehr Hersteller ähnliche Lösungen auf den Markt gebracht - meist noch günstiger und vor allem auch außerhalb des eigenen EcoSystem nutzbar (ein Vor- und Nachteil bei Apple ist ja, dass man ein abgeschlossenes System hat, mit dem zwar nicht alles möglich ist, das was es kann, aber immer gut ineinander greift und reibungslos und deppensicher funktioniert).

Parallel entwickelten sich viele Hersteller auch im Bereich der Sprachunterstützung. Eigentlich wieder ein Thema, das von Apple durch den Kauf von Siri lange vor der Konkurrenz auf Millionen iPhones Einzug hielt. Und auch hier wieder, hat man sich nur langsam weiter entwickelt und Google und Amazon sind mit riesigen Schritten nicht nur entwicklungstechnisch an Apple herangekommen, sondern haben es mittlerweile gefühlt meilenweit überholt. Sehr schade! Insbesondere Amazon ist mit Alexa hier wirklich sehr aggressiv im Markt unterwegs und bietet eine große Range an kleinen akustischen Helferleins, die auch zum Spielen Spaß machen (Alexa, singe Happy Birthday für mich") und ein paar Aufgaben ("Alexa, wie wird das Wetter heute?") sehr gut erledigen uns sich so einen dauerhaften Platz in unserem smarteren Leben sichern.

Die Klangqualität und auch multiroomfähigkeit von beispielsweise Alexa ist allerdings eher bescheiden. Das hat dafür wieder SONOS sehr gut gelöst und bietet neben sehr ansehnlichen Boxen in unterschiedlichen Größe und Qualitäten auch eine tolle Experience. Musik von Spotify, TuneIn oder auch AppleMusic lässt sich so wunderbar frei in der eigenen Wohnung (oder Haus) nach Lust und Laune 'verteilen'. Und weil Apple hier in einem Stammbereich (war ja auch schon bei Spotify vor AppleMusic so) zusehends an Terrain verliert, hat man nun recht flott ein stiefmütterlich behandeltes internes Entwicklungsprojekt mit Bomben und Granaten auf den Markt gebracht. Wie immer mit einem sehr guten Marketing - nur leider nicht ganz ausgereift und vor allem ohnehin nicht überall verfügbar (in Österreich wartet man noch immer darauf). Die Soundqualität soll wirklich beeindruckend sein. Mit rundum angebrachten Speakern und Mikrofonen und einen eingebauten starken Chip (war auch schon im iPhone im Einsatz) wird hier laufend Musik und der Schall analysiert und darauf ein gut abgestimmtes Klangbild ermittelt. Keine schlechte Idee. Und mit dem PowerChip lasst sich auch Siri integrieren, was scheinbar aber nur sehr eingeschränkt funktioniert. Immerhin. Ein Schritt in die richtige Richtung. Es bleibt nur abzuwarten, ob das bei Apple wieder eine Eintagsfliege bleibt, oder man sich hier doch noch um eine zügige Weiterentwicklung kümmert. Wir werden es ja sehen.

Der Tieftöner sitzt oben im Laut­sprecher und zeigt zur Decke, wodurch er eine große Bandbreite an tiefem, sattem Bass erzeugt den Raum erfüllt. Ein Ring aus sechs Mikrofonen und ein internes Bass‑EQ Mikrofon analysieren und korrigieren den Effekt des Raumes auf den Bass und sorgen für einen satten, gleichmäßigen Klang. Die Membran bewegt sich bis zu 20 mm damit der Bass auch bei geringer Lautstärke präsent ist. Für die höheren Töne kommt ein Ring aus sieben Hochtönern mit Beamforming zum Einsatz, wovon jeder einen eigenen Verstärker besitzt.

Durch die ringförmige Anordnung der 6 Mikrofone im Inneren des HomePods und den Apple A8 Chip kann der HomePod zusammen mit einer Echo- und Geräusch­kompensation hören und angeblich so, ohne dass man lauter sprechen muss und selbst wenn man am anderen Ende des Raums ist und laute Musik hört, jederzeit das Kommando "Hey, Siri" erkennen und darauf entsprechend reagieren. Das gehörte wird dabei aufgenommen, verschlüsselt und angeblich vollkommen anonym an die Apple Server weitergeleitet, die dann die entsprechende Auflösung und Funktion zurück liefern.

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"Hey, Siri" lautet das magische Kommando, bei dem man auch während der Musikwiedergabe und egal von wo den HomePod steuern kann. Eine ziemlich smarte Angelegenheit mit einem kleinen Haken: eine andere Möglichkeit zur Steuerung (zum Beispiel mittels der AppleMusic App) sucht man vergeblich. Hier bietet nur AirPlay2 Abhilfe. Aber anders als wenn man Musik aus dem Internet streamt, kommt die Musik dann direkt von iPhone, iPad oder Computer. Was insbesondere beim Telefon den Nachteil hat, dass man nicht gleichzeitig telefonieren oder auf YouTube Musik hören kann. Auch eine Videoaufnahme kann die Musikübertragung mittels AirPlay2 zum HomePod unterbrechen.

Wie geht es weiter, Apple?

Der erste, durchschlagende Erfolg ist erwartungsgemäß ausgeblieben. Noch ist die Integration von Siri zu schlecht gemacht. Was im Heimmarkt Amerika und bei Pop-Musik vielleicht noch ganz gut funktioniert, wird andernorts dann schon um einiges komplizierter. Völlig unverständlich war es auch, dass beim HomePod zwar zum Start Multiroom, AirPlay2 oder Stereo-Pairing angekündigt war, allerdings erst mittels späterem Softwareupdate. Was soll denn das bitte? Entweder ein Produkt ist reif für den Markt oder nicht. Aber wir wollen ja auch keine Autos kaufen, wo erst später die Sitzheizung per Update zum Nachrüsten ist.

Auch beim Preis bewegt man sich im oberen Segment, ist dann aber auch nicht mehr alleine am Markt. SONOS ist da vergleichsweise sogar günstig dagegen (mit der SONOS:1) und man bekommt von Anfang an Stereo, Multiroom und eine gute App-Steuerung dazu. Wenn man tiefer in die Tasche greift, dann schmilzt auch der vermeintliche (und etlichen Testern als sehr gut gewertete) Vorsprung bei der Soundqualität dahin. Für 349 Euro (ein Stück in Schwarz oder Weiß) kann man gerade mal einen Raum bespielen – und das nicht einmal in Stereo. Eine Steuerung für eine größere Wohnung mit beispielsweise 3 Räumen kommt dann gleich entsprechend teurer.

Wir in Österreich können ohnehin erst einmal abwarten. Seien es die Copyrights der Musikindustrie oder ein eigenartiges Vertriebskonzept bei Apple, auf jeden Fall kann man den HomePod hierzulande noch nicht kaufen. Und da das ganze auch nur vernünftig mit einer AppleID funktioniert und diese in Österreich einfach nicht erkannt wird (wenn man beispielsweise den HomePod in Deutschland besorgt aber mit einer in Österreich registrierten AppleID betreiben möchte). Der Markt der Anwender wird dabei allerdings von Monat zu Monat kleiner. Viele nutzen die immer besser und hübscher werdenden Alexa-Geräte (noch dazu zum Kampfpreis) oder steigen wie wir auf SONOS um. Ob es dann noch Sinn macht sich künftig einen HomePod anzuschaffen bleibt mehr als ungewiss. Wenn also Apple hier wegen mangelndem Ersterfolg den HomePod nur stiefmütterlich behandelt und nicht laufend neue Funktionen und Updates dafür rausbringt (zum Beispiel als Hub und Netzwerk via BluetoothMesh für Homekit), dann wird es schwer werden in diesem interessanten und großen Markt nachhaltig Fuß zu fassen. Schade, denn mit dem Kauf von Shazam, AppleMusic und der großen Verbreitung von iPhones und iPads hätte man doch einige Trümpfe in der Hand (gehabt).

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