Zu gemütlich ist es zuhause zu bleiben und zu hoffen, dass viele andere sich die Zeit nehmen um das Bildungsvolksbegehren zu unterschreiben. Dafür ist es einfach viel zu wichtig, dass in Österreich einmal ein klares Zeichen für die Zukunft dieses Landes gesetzt wird. Jeder (intelligente) Mensch weiß, dass es gerade für ein Land wie Österreich (klein, wenig Ressourcen) besonders notwendig ist in die Qualität zu investieren. Und das ist eben nicht nur eine schöne Landschaft oder ein netter Christkindlmarkt, damit die Touristen zu uns kommen. Wer wird dahinter stecken diese Ideen (und noch viele weitere) zahlreich in Zukunft voran zu treiben. Neue Perspektiven schaffen und mit Innovationen neue (nicht nur persönliche) Einkommensquellen zu erschließen?

Klaro - der Regierung sind dumme Bürger mehr als nur recht. Weil Schafe einfach einfacher zu lenken sind. Allen voran die Blauen, die eine besondere Gabe haben hier die Wähler in die Fänge zu nehmen und sich damit mit ihren Einstellungen bald eine solide demokratische Basis aufbauen.

Aber Umdenken ist nicht nur in Griechenland eine so schwere Sache. Wir haben uns einfach an unser solides Leben zu sehr gewöhnt. Aber gleichzeitig tun wir uns sehr leicht über andere (wie die Griechen zu richten und meinen: 'Na das kann ja nicht so schwer sein hier endlich zu sparen und solide zu wirtschaften?') zu bestimmen. Nur in unserem Land bewegt sich absolut überhaupt nichts. Und wie es scheint fahren wir mit dieser Stillhaltepolitik ja auch irgendwie ganz gut. Nur was ist morgen? Wer wird unsere Trägheit auslöffeln müssen? Die Jungen. Die kommenden Generationen, die unsere verschlafene Politik ausbaden dürfen, dann sich aber schwer tun (im Grunde tun wir uns das heute schon, weil unsere Generation auch so einiges schon auslöffelt), einen Rückstand aufzuholen.

Im Zuge der Bildungsinitiative ist von einigen Schlagwörtern die Rede. Eine 'Finlandisierung' unseres Bildungssystems wird gefordert. Oder ein 'Bildungsfrühling' für Österreich. Am liebsten mag ich aber den 'Herbststurm', denn nur so einer (und dies bedeutet unglaublich viele Unterschriften bei diesem Referendum) hat die Chance, dass sich unsere bequemen Damen und Herren mit ihrem 'Verantwortungsgefühl' sich selbiges auch mal wieder bewusst machen. Und vor allem sehen, dass die Bürger in diesem Land keine starren Trottel sein wollen.

Mit einer Unterschrift setzt man damit nicht nur ein klares Zeichen zu dieser Agenda (eine viel bessere Bildung unsere jungen Generation) - sondern gleichzeitig auch noch Signal, dass wir bereit sind für Bewegung. Wenn man optimistisch ist, dann kann man mit solchen Dynamiken vielleicht auch mal auf eine Staatsreform hoffen. Und das, bevor wird von Tripel A auf Schrott zurückgestuft wurden. (Naja, ein wenig träumen wird man ja noch dürfen.)