The Battle: Lemon-Tarte als Scheiß-drauf und Leicht-Version

Veröffentlicht am 04. August 2012 von Roman
Lesezeit: Lesezeit: weniger als 1 Minute (21 Bilder)

Was passt besser zu einer schönen sommerlichen Nachspeise oder Jause als eine frische Zitronen-Tarte? Der fein säuerliche Geschmack, sie sonnige Optik - ein Genuss. Wahlweise noch mit einer Baiser-Haube - hmmmmmmm ...

Doch die Sommerzeit ist immer auch die Zeit, wo man besonders auf die Figur achten will. Und weil über den Tag ohnehin genügend Kalorien angesammelt werden (zum Beispiel ein Hugo nach dem anderen) ist man den kalorienreduzierten Lebensmittel besonders aufgeschlossen gegenüber. Unsereins ist ja immer skeptisch und pfeift lieber auf Leicht-Produkte - aber bei dieser Tarte haben wir einmal den Selbstversuch gemacht und eine normale wie auch eine leichte Variante davon gebacken und probiert.

So geht das Rezept:
Für den Mürbteig benötigt man 250gr Mehl, 5gr Salz, 125gr Butter, 1 Eigelb, etwas Zitronenzesten und 1-2 Esslöffel Zitronensaft. Die Butter in kleine Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten zu einem festen Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und midestens eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Dann den Teig ausrollen und in eine Backform geben (den Rand cirka 2cm hochziehen). Mit Backpapier abdecken und dieses dann mit Hülsenfrüchten beschweren und bei 180°C im vorgeheizten Backrohr 15 Minuten blind backen. In dieser Zeit lässt sich gut die Zitronencreme zubereiten.

Dazu 4 Eier und ein Eidotter mit 200gr Zucker sehr schaumig rühren. Dann noch 125ml Schlagobers und fein gehackte Zitronenzesten von 1 1/2 Zitronen unter die Masse rühren. Den Teig aus dem Rohr nehmen und die Hülsenfrüchte wie auch das Backpapier entfernen. Anschließend die Creme darauf verteilen und bei 160°C weitere 45 Minuten fertig backen. Auskühlen lassen, servieren und genießen.

Dieses Rezept haben wir parallel (also am gleichen Tag und zur gleichen Zeit) auch durch den Einsatz von kalorienärmeren Zutaten zubereitet und anschließend verkostet. hier seht ihr das Ergebnis uns unser Urteil. Eines vorweg: Wer sich ganz viel Kalorien ersparen will greift auf die Leicht-Version zurück. Ein wahres Wunder zum Abnehmen

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Hier die Zutaten für die normale Variante - viel braucht es nicht - aber die Qualität und Frische macht den Unterschied aus.

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Bei der Leicht-Version haben wir ein paar Dinge ersetzt. Die Zitronen und Eier nicht. Dafür aber Butter durch Leichtbutter (!), Schlagobers durch Cremefin, den Zucker durch Streusüße und selbst beim Mehl haben wir die (angeblich) gesündere Variante gewählt.

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Butter in Stücke schneiden, Mehl, Salz, Zitronenzeste von einer Zitrone und den Eidotter hinzu - gut zu einem kompakten Teig verkneten. Wenn er noch nicht geschmeidig genug ist, kann man 1-2 Esslöffel Eiswasser oder Zitronensaft hinzugeben.

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Soweit so gut - noch gibt es kaum Unterschiede - rein optisch gesehen alles wie gehabt.

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Voilà - die beiden fertigen Teige. Der von der Leichtversion ist etwas dünkler, da hier ja das Vollkorn-Weizenmehl verwendet wurde.

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Jetzt die Zitronencreme zubereitet und nach dem Blindbacken auf den Teig verteilt.

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Die Creme der Leichtvariante fühlte sich interessanterweise cremiger an. Mal sehen, was beim Backen so passiert ...

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Hier nach 45 Minuten Backzeit das Resultat. Sehen unterschiedlich aus, aber noch kann man nicht abschätzen, ob sich das auch auf den Geschmack auswirken wird. Die Leicht-Variante sieht sogar von oben betrachtet fast besser aus.

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Hier noch mal im Detail - ein schöner Bräunungsgrad. Gelungen, würde ich sagen.

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Und auch die Leicht-Version ist wunderbar. Jetzt noch auskühlen lassen (dauert eine Weile) und dann ab zum finalen Geschmacksurteil.

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Zubereitet mit den Original-Zutaten.

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Diese mit Leicht-Butter, Streusüße und Schlagobersersatz.

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Die Original-Version von der Seite.

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Bei der Leicht-Version ist der Teig dünkler - so dunkel hätten wir es uns aber nicht vorgestellt.

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Und nochmal zum Vergleich: Original ...

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Leicht-Version - fertig zum Anschneiden und verkosten!

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Hier die harten Fakten. Und ein paar Angaben zu den Kalorien. Bei der Butter und dem Zucker kann man sich sehr sehr viele Kalorien sparen - und auch Fett. So hat die Leichte Version um einiges weniger Kalorien als die Version mit den originalen Zutaten.

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Das Ergebnis nach unserem Geschmackstest. Optisch ist die Leicht-Version sehr ansprechend geworden - ursprünglich dachten wir sogar, dass sie vielleicht als Gewinner aus dem Rennen gehen könnte. Doch ein paar Bissen später hatten wir die absolute Gewissheit ...

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Die Original-Variante schmeckt, wie sie schmecken soll - ein Traum für Leute, die Lemon-Tartes mögen. Die Leicht-Version war nur grauslich. Die Creme schmeckte wie ein Eierstich, war speckig und künstlich. Und absolut ungenießbar. Der Teig wurde durch das Vollkornmehl zu trocken und hart. Daher wanderte die gesamte Leicht-Tarte ganz easy in der Mülltonne. Schade um die Zitronen - aber zum Glück haben wir ja noch was von der Originalen.

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Mehr als 40% (!) weniger Kalorien, wenn man auf guten Geschmack verzichten kann. Ansonsten sogar eine 100-prozentige Ersparnis weil einfach ungenießbar. Unser Fazit: Finger weg von Diät und Leicht-Zutaten und lieber etwas weniger davon essen. Was natürlich die doppelte Herausforderung ist, weil es mit den guten Zutaten ja (leider) auch so gut schmeckt!

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4 Kommentare
  • Holger
    04.08.2012

    Ganz meine Rede. Light hat beim Backen einfach nix zu suchen. Da habe ich bislang auch nur schlechte Erfahrungen gemacht. Dann lieber weniger essen und den Rest den Kollegen im Büro kredenzen wink

  • frl.wunderbar
    04.08.2012

    Tolles Experiment! Toller Beitrag!
    Sehen aber beide optisch köstlich aus!!

  • Wf
    05.08.2012

    Was bitte sind die restlichen 61% des 'butter' leicht ziegels, wenn nicht fett ? smile. Steht das drauf? Marketingschmäh? Mit kandisin backen? Tapfer! smile)

  • Roughcutblog
    08.08.2012

    Wahnsinn, super Story, super Bilder, super informativ, super Roman!

Das passt dazu