Restltorte – oder auch Punschtorte

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Die angeschnittenen Krapfenreste waren nach einer Nacht am Teller schon leicht angetrocknet - das macht aber gar nichts.

Sieht lieblich aus - hat aber Wumms

Veröffentlicht am 09. März 2014 von Roman

Der Punschkrapfen oder die Punschtorte ist ein kleiner süßer 'Abfalleimer in Rosa' für Torten- und Kuchenreste. Auch nach unserer Krapfenverkostung sind viele Krapfen übrig geblieben. Haben wir doch von 11 Kandidaten je 6 Stück gekauft. Das wären etwas mehr als 4 Krapfen pro Tester gewesen - eindeutig zuviel. Man will ja testen und sich nicht den Magen nachhaltig verderben.

Die übrig gebliebenen Krapfenviertel wurden am kommenden Tag dann in kleine Stücke geschnitten (siehe große Schüssel) und mit einer Orangensaft-Rummischung im Verhältnis 6:1 versetzt. So, dass man nach einer gewissen Ziehzeit dann eine schöne festere Masse rühren konnte. Hier kommt dann noch nach Geschmack Kakaopulver oder geschmolzene Schokolade hinzu. Wir wollten es etwas fruchtiger und haben in die Masse auch noch einen guten Schluck Johannisbeersirup gegeben.

Aus einem Biskuit-Teig werden 3 Tortenringe herausgestochen und diese dann jeweils in einer Form mit einer halbflüssigen Marmelade (bei uns feine Traubenmarmelade wieder mit Johannisbeersirup gemischt) bestrichen. Nach der ersten Biskuitplatte kommt dann die erste Hälfte der Punsch-Masse - dann wieder eine Biskuit-Teigscheibe mit etwas Marmelade bestrichen. Dann nochmals Punsch-Masse und zum Abschluss die dritte Teigplatte. Die so entstandene Torte kann man mit einer Punschglasur überziehen. Edler ist erst ein Überzug aus Schokoganache und dann die Torte mit einem rosa gefärbten Rollfondant eindecken.

Da die Torte nicht backen muss – alle Zutaten sind ja schon fertig – geht die Torte eigentlich sehr schnell. Man kann auch kleinere Törtchen machen (kleine Portionierungsringe verwenden). Und sie ist eine wunderbare Art ältere Backreste wieder zu verwenden. Sehr gehaltvoll natürlich - insbesondere, wenn in der Punschmasse nicht mehr gebrauchte Faschingskrapfen stecken 😊 - also besser in kleinen Stücken genießen.

Dies ist kein vollwertiges Rezept - sondern soll und kann nur einen Anregung sein. Punschkrapfen sind etwas sehr individuelles. Mit mehr Rum oder weniger, Biskuit oben und unten, Fondant oder Glasur, und und und ... - vor allem muss man individuell bei der Punschmasse agieren, da ja die verwendeten Tortenreste immer wieder anders sein können. Tortenreste mit Schokoanteil verhalten sich anders als helle Kuchen und Torten. Je nach Geschmack kann und sollte man die Masse sogar süßen, wenn die verwendeten Tortenreste nicht so süß waren - aber Achtung - es kommt ja auf jeden Fall noch ein zuckersüßer dicker Überzug darauf.

Alles in ca. 1cm kleine Würfel schneiden (oder in die Schüssel bröseln).

Kakao oder flüssige dunkle Schokolade je nach Geschmack unter diese Masse rühren. Es sollte eine feste aber trotzdem cremige Masse entstehen.

Bei der Marmelade sollte man eine fein passierte verwenden. Wir mischten Traubengelee mit Johannisbeersirup.

Erst eine Bidkuitteigplatte - diese dünn mit der Marmelade bestreichen und die Punsch-Masse darauf gut verteilen.

Teig - Masse - Teig - Masse - Teig. So sah unsere Torte vor dem Überziehen aus.

Wenn man Rollfondant verwendet, dann sollte man diesen (der Tradition halber) schön in Rosa färben.

Unsere Kalorienbombe 2.0 - komprimiert aber sehr was Feines. Fruchtig, rummig, süß.

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Punschkrapfen, Punschmasse, Punschtorte, Idee, Anregung, Schritt für Schritt, Nachmachen

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