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Was ist eigentlich eine Killer App?

Animoji1
Bild upscaled! Originalbreite: 660 Pixel

Der neue Trend: Animojis mit dem iPhone X aufnehmen und in Videos einbauen für lustige und überraschende Effekte

Veröffentlicht am 19. November 2017 von Roman

Mit dem Apple iPhone X wurde laut Apple eine neue Generation für Smartphones eingeläutet. An welchen Features macht sich das denn nun tatsächlich bemerkbar? Manchmal sind es nicht die offensichtlichen technischen Fakten, die den Leuten gefallen. Das neue iPhone X ist das erste iPhone mit einem OLED Display. OLED hat neben der farbintensiven Darstellungsmöglichkeit vor allem den Vorteil, dass die einzelnen Bildpunkte (und davon sind es in einem Display seit dem Retina Trend und damit super hohen Pixelauflösungen) selbst leuchten oder eben nicht. Bis dato produzierten die Bildpunkte nur die Farben und wurden von hinten mit einer Art Neonröhre wie bei einem hinterleuchteten Plakat strahlend in Szene gesetzt. Diese neue Technologie hat nicht nur den Vorteil, dass ein schwarzer Punkt nun auch wirklich tiefschwarz ist (weil ja kein Licht entsteht) und den angenehmen Nebeneffekt, dass so ein dunkler Pixel auch weniger Energie benötigt - ein kritischer Faktor bei den kleinen Geräten für die Hosentasche und den immer energiehungrigeren Rechenleistungen auf Höchstniveau.

Der Bildschirm beim iPhone X wurde auch weiters vergrößert und reicht nun von Rand zu Rand - dies sowohl oben als auch unten. Dafür musste der bekannte Home-Button weichen und somit auch Touch-ID (die Erkennung der Fingerabdruckes). Stattdessen wurde FaceID eingesetzt, welches mit überraschender Genauigkeit und Schnelligkeit das Gesicht erkennt und damit das Telefon entsperrt. Ein Blick auf das Display reicht also aus und mit einem Wischer nach oben ist man schon drin im Telefon. Eine kleine Aussparung auf der Oberseite des Displays (gerne Notch genannt) beherbergt dafür eine ziemlich ausgeklügelte Kameratechnik, die mittels Kamera und Laserabtastung das Gesicht scannt und intelligent erkennt. Ein großer Aufwand um eine bestehende und schon sehr gute Entsperrtechnik (TouchID) durch eine neue zu ersetzen. Freilich ergeben sich damit künftig eine Visionen, die auch in anderen Geräten Einzug halten könnten. Denn auch Laptop, Computer oder Sprachsteuerungs-Computer (HomePod) könnten damit die User erkennen, den Inhalt freischalten oder personifizierten Inhalt liefern. Dass mit dieser Technologie natürlich auch die Datenschutzexperten auf sich aufmerksam machen, ist selbstredend und es wird sich zeigen, die die Menschheit darauf reagiert und Nutzen vor der Gefahr des Identitätsmissbrauchs bevorzugt.

Das iPhone X hat natürlich auch noch andere technologische Neuerungen und Superlative zu bieten - wie viele andere Smartphone-Hersteller natürlich auch. Videokameras, die mit 240 Bildern pro Sekunde Filmen, jede Menge Prozessorkraft für flüssige Animationen und Berechnungen und vieles mehr. Das lustige an all der Technologie ist aber, dass es nicht die reinen Zahlenwerte sind, die den meisten Spaß und/oder Sinn machen. Jede Technologie ist nur so gut, wie sie auch (begeisterte) Anwender findet. Wollen das Millionen Leute nutzen oder besitzen, dann wird gemeinsam mit der Programmierung der diversen Sensoren und Rechenkraft dann eine sogenannte Killer App geboren. Und die muss nicht immer sinnvoll sein. Denn was die Menschheit zum Glück noch auszeichnet ist ein gewisser Spieltrieb, der in ihr steckt.

Apple selbst hat mit der Einführung von FaceID und den damit entstandenen Möglichkeiten der Gesichts- und Mimikerkennung nicht nur das Entsperren möglich gemacht, sondern auch noch eine kleine App Mit 100% Spaßfaktor mitgeliefert. Meiner Meinung nach ist genau das eine der großen Stärken von Apple. Nicht nur das rational mögliche umzusetzen sondern auch gleich noch etwas sehr emotionales damit mit umzusetzen. So kann man auf das Display des iPhone X blicken und ein kleines animiertes Emoji macht dabei die Gesichtszüge der Nutzers wie ein Emoji-Spiegelbild nach. Lippensynchron wird dabei auch Sprache und Ton aufgenommen und dieses kann man dann via Nachrichten-App versenden.

Und es hat nicht lange gedauert und mit diesem kleinen aber lustigem Gimmick haben User jede Menge Blödsinn angestellt, der nun durch YouTube und andere soziale Networks Verbreitung findet. Denn dieses animierten Emoticons werden nach dem aufnehmen dann mittels Schnittsoftware in bestehende Filme eingesetzt und realen Personen aufgesetzt. Mit teils sehr lustigen Ergebnissen. Aber sehr selbst. Hier haben wir ein paar Videos für euch ausgewählt - aber ihr findet zum Beispiel unter dem Begriff Animoji Karaoke noch jede Menge im Netz. Viel Spaß beim Zusehen.

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Man kann sogar den Plattenspieler neu erfinden: Wheel by Miniot

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Wieder einmal eine Kickstarter-Kampagne, die ich sehr spannend finde.

Veröffentlicht am 07. March 2017 von Roman 1 Kommentar(e)

Vor ein paar Jahren haben wir uns ja auch für zuhause wieder einen (eigentlich ja 2) Plattenspieler angelegt und kaufen seither auch wieder Vinyls. Diese gibt es ja teilweise mittlerweile sogar in größerer gefühlter Fläche als CDs bei Saturn oder Mediamarkt. In Zeiten, wo Musik immer mehr zur Commodity wird und allerorts für wenig Geld einfach runter geladen wird, bekommt das Haptische wieder eine neue Bedeutung. So eine Platte kann nämlich schon ganz schön Aufmerksamkeit einfordern. Alle 20 Minuten benötigt sie einen Seitenwechsel. So bekommt man noch einen direkten Bezug zur Musik, denn man wird immer wieder an die Songtitel und den Artist erinnert. Wie wir finden eine schöne Ergänzung zum einfachen dahinplätschern von endlosen Playlists (die ja mittlerweile kaum noch selbst zusammen gestellt werden sondern einfach nur (im besten Fall) kuratiert werden, bzw. sind aus dem persönlichen Musikverhalten künstlich neu generieren. Keine schlechte Sache, aber irgendwie schwimmt man so immer wieder in der selben Suppe.

Durch den neuen Kultfaktor von Platten kommen natürlich auch die entsprechenden Turntables wieder in Mode. Und hier wird erfinderisch getüftelt. Unsere beiden Klassiker daheim kommen von ClearAudio und ProJect und liefern schon einen sehr passablen Klang bei recht guter Optik. Andere, wie zum Beispiel der trntbl von VYNL wollen insbesondere durch aktuelle Wirelesstechnologie punkten. Die so abgenommene Musik von der Schallplatte kann direkt und kabellos an Sonos-Boxen gestreamt werden, oder auch via Spotify geteilt werden. Witzig, aber irgendwie doch auch absurd.

Der Wheel von Miniot setzt dagegen vor allem auf eine einzigartige Optik. Denn es fehlt ihm auf dem ersten Blick der Tonarm (!). Die Platte liegt auf dem Turntable, der exakt so groß ist, wie die Platte selbst. Kein Antriebsrahmen oder Schalterkonsole. Die Abtastung findet in diesem Fall von der Unterseite statt. Die Bedienung geschieht ausschließlich durch die Spindel in der Plattenmitte. Damit soll man sogar titelweise vor und zurück gehen können. Eine optische Abtastung macht dies wahrscheinlich möglich. Kleiner Clou neben dem Hingucker-Effekt: man kann den Wheel auch vertikal aufstellen oder an die Wand hängen. So wird der Plattenspieler auch selbst gleich zum Kunstwerk.

Wheel lässt sich aktuell via Kickstarter ordern, die Kampagne läuft noch ein paar Tage doch das Finanzierungsziel ist bereits erreicht. Preislich geht es 472 € los, das Serienmodell liegt bei rund 800 € und es soll Ende 2017 mit der Auslieferung begonnen werden.

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Oumbra – Outdoorprojektor

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Oumbra-01
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Dieses Konzept sieht aus, als könnte man es bereits kaufen. Aber leider scheint es nur eine Vision zu sein. Schade!

Veröffentlicht am 08. February 2017 von Roman

Oumbra ist ein Designprojekt des Industrie Designers Ho-Hsiang Chang. Auf jeden Fall eine super Idee. Inspiriert von Bühnenscheinwerfern soll es laut dem Designer ebenfalls in der Lage sein, spannende Licht und Schattenspiele an jedem Ort zu verwirklichen. Sei es für gemeinsame Sporterlebnisse, Movies oder auch zum beleben jeder Party. Im Projektor selbst (geht es zumindest nach der Vision des Designers) befinden sich gleich auch noch die passenden Hi-Fi Lautsprecher, die die Bilder mit der passenden Soundkulisse untermalen. Auf der Rückseite erkennt man einen geplanten DC-Eingang. Noch spannender wäre natürlich ein eingebauter Akku-Pack, der für ein paar Stunden unabhängigen Bildgenuss gerüstet ist. Wohl aber beim Stand der aktuellen Akku-Technologie eher nur Science Fiction. Neben dem kompakten Design ist auch der Standfuß clever angedacht. Dieser ermöglicht nicht nur ein freies Drehen des Projektors (also für Wand aber auch Deckenprojektionen), sondern dient auch gleich ...

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Die gute alte Zeit. Impossible Project?

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Impossible-guy
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Retrofeeling neu und schick interpretiert

Veröffentlicht am 01. June 2016 von Roman

Jeder (mit einem gewissen Alter) kennt sie: die guten alten Polaroidkameras mit ihren unvergleichbaren Bildern. Was einst eine Revolution und Innovation war, ist durch die Entwicklung der Digitalfotografie so ins Wanken geraten, dass aus Polaroid ein Konkurs-Kandidat wurde. Mehrere Produktionsfirmen des einstigen Imperiums mussten schließen. Doch kurz, bevor die letzte verschwinden sollte, wurde diese vom The Impossible Project übernommen, reformiert und mit viel Ehrgeiz weitergeführt. Dann auch, wenn digital mittlerweile omnipräsent ist, hat auch analog immer noch seine Fans. Vergleichbar auch mit dem Revival der Vinyl-Schallplatten, die heute wieder hoch im Kurs stehen und diese Tonträger selbst bei Saturn oder Mediamarkt mittlerweise fast mehr Raum einnehmen, als die damals gewaltigen CD-Regale (die nun wieder von Streaming-Diensten abgelöst werden). Alles dreht sich eben - und nix ist fix.

The Impossible Project hat auf jeden Fall seine neue Zielgruppe gefunden. Man findet mittlerweile übertragene Polaroidkameras (geschätzt 200 Millionen Stück sollen davon weltweit noch im Umlauf sein) in vielen hippen Stadtlokalen (wie zum Beispiel im Supersense in Wien, Praterstraße 70) und passend dazu die Polaroid-Filme - die auch heute nicht besonders günstig sind und für 8 Bilder um die 20 Euro kosten. Wusstet ihr eigentlich, dass in jeder Filmkassette auch eine Batterie enthalten ist, die die Kamera betreibt bzw. deren Blitz lädt? Nicht gerade umweltfreundlich und nachhaltig. Bei früher mal 100 Millionen Filmen, die pro Jahr verfotografiert wurden, waren dies auch 100 Millionen Batterien, die mit den Leerkassetten im Müll landeten. Dazu kamen noch die enthaltenen Chemikalien sowohl in der Kassette als auch bei der Produktion.

Acht Jahre nachdem “The Impossible Project” die letzte Polaroid Fabrik in Enschede, Holland gerettet und neu aufgebaut hat, kam jetzt die lange erwartete I-1 in die Regale. Die I-1 ist die erste Kamera, die vom Design, über die Technik bis hin zur Produktion komplett vom Impossible Team entwickelt wurde. Und die I-1 erfüllt die Mission von Impossible, mit einer neu designten Kamera die Sofortbildfotografie für eine digitale Generation zu eröffnen.

“Wir haben vom ersten Tag an von unserer eigenen Kamera geträumt und sind begeistert, die I-1 auf den Markt zu bringen. Als diese Kamera entworfen wurde, wollten wir uns nicht nur auf die Nostalgie berufen - wir glauben, dass eine Sofortbildkamera zu Recht auch im Jahr 2016 ihren Platz hat. Gleichzeitig konnten wir technische Rahmenbedingungen einfach nicht ändern, und schufen somit eine klare Verbindung zur Vergangenheit, die sich richtig und gut anfühlt", sagt Impossible Project CEO, Oskar Smolokowski.

Die neue Kamera ist im Stil der alten Polaroid Kamera mit einer modernen mattschwarzen Oberfläche gehalten. Ein einzigartiger Blitz im Ringformat liefert diffuses Licht mit weichen Schatten, sodass perfekte Aufnahmen und wunderschön beleuchtete Porträts entstehen. Dieser Ring-Blitz besteht aus acht LEDs und dient außerdem als Anzeige für die Anzahl der Fotos. Neben diesem exklusiven Ring-Blitz gibt es einen Sucher, der leicht zusammenklappbar und magnetisch abnehmbar ist, und somit für zukünftige technologische Erweiterungen von Impossible bereit ist.

Das aufregendste Feature ist die Möglichkeit, die Kamera über eine iOS-App zu verbinden. Durch den Anschluss an ein Smartphone, das sich direkt per Bluetooth mit der I-1 verbindet, kann der Nutzer mit kreativen Werkzeugen experimentieren, indem er zum Beispiel mit der Doppelbelichtung, Fernauslösung oder Lichtmalerei arbeitet. Die I-1 App ermöglicht eine vollständige fotografische Kontrolle von Blende und Verschlusszeit. Sobald das perfekte Bild aufgenommen wurde, kann dieses dann direkt im sozialen Netzwerk zur Verfügung gestellt werden.

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Tesla Model 3 Vorstellung

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Elon Musk enthüllte heute seine Vision vom Elektroauto der Zukunft – allerdings ohne zuviele Details zu verraten

Veröffentlicht am 01. April 2016 von Roman

Viele haben den Vorstellungstermin bei der Keynote von Elon Musk heute früh um 5:30 Uhr sicher mit Anspannung und Interesse erwartet. Denn die Company um ihn herum versteht es, Geheimnisse ähnlich wie Apple bis zum Schluss zu bewahren. Während bei vielen anderen Unternehmen ja bereits im Frühstadium einiges an Informationen im Internet zu finden ist, gibt es um den neuesten Spross aus dem Hause Tesla, dem Model III, kaum etwas zu finden. Nur ein paar Ankündigungen via Twitter Account von Elon Musk selbst, kurz vor dem heutigen Termin.

Auch heute auf der Bühne, die auf Tesla.com live übertragen wurde und wo man bereits jetzt das Model III (3) vorreservieren kann, wurden nicht allzuviele Details verraten. Vielleicht auch genau soviel, um der Konkurrenz nicht allzuviel Einblicke in die Entwicklung zu geben. Das Model 3 von Tesla wurde für höhere Stückzahlen konzipiert und soll den E-Cars Automarkt revolutionieren. Da Tesla sich von Anfang an im Premiumsegment positioniert hat, werden damit auch arrivierte Automarken wie BMW, Mercedes oder Audi gechallenged. In der Keynote selbst baute er natürlich auch einen kleinen Seitenhieb auf Volkswagen ein – mit Zahlen, wieviele Personen pro Jahr anhand von Abgasen sterben und Autos auf Strombasis nicht nur dieses Problem nicht haben, sondern sogar einen wesentlichen Bestandteil darstellen, um den weltweiten Co2 Ausstoß auf Rekordniveau und die damit in Verbindung gebrachte Erderwärmung, weltweit besser eindämmen zu können.

Und Tesla hat sich viel vorgenommen. So hat er in seiner kurzen und launigen Präsentation auch erklärt, dass es für die Umsetzung und Realisierung des Model III in großen Stückzahlen einiges an Pionier- und Vorarbeit benötigte. Die Geschichte begann mit einem Roadster, der komplett elektrisch angetrieben war. Ganz bewusst setzte Elon Musk bei dieser Version in sehr kleinen Stückzahlen darauf, ein feines, sportliches, schönes und schnelles Auto zu schaffen, welches damit auch das Image von Elektro-Autos im allgemeinen in andere Bahnen lenken sollte. Soweit ich mich erinnere, hat er dazu noch die Technologie von zahlreichen in Serie geschalteten Notebook-Akkus in diesen Autos verbaut, da diese damals die beste Leistung und Raumausnutzung mit sich brachten. Allerdings auch kein billiges Vergnügen waren. Mit dem Model S (Limousine) und seit kurzem auch Model X (SUV) wurde die Technologie weiter verfeinert und in großzügigere Autos – allerdings auch zu hohen Preisen – umgesetzt.

Parallel arbeitet man hier bei Tesla aber auch daran, Strom vernünftig und möglichst effizient in Speicherform zu bringen. Und hat damit noch viel vor und einige Visionen zum Umsetzen. So wurde auch bereits ein Energiespeicher für den Haushalt vorgestellt, den man tagsüber mittels Sonnen- oder Windenergie auflädt um dann abends unabhängig vom Stromnetz darauf zurückzugreifen. Eine vielversprechende Idee, die einiges dazu beitragen kann, die Energienutzung zu verbessern. Um dies weltweit zu realisieren, benötigt es allerdings einiges an Ressourcen, die auch aufgebaut werden müssen. Und so baut das Unternehmen eine eigene Gigafactory, in der die Energiespeicher entwickelt, verfeinert und in großen Stückzahlen produziert werden sollen.

Dass man hier bei Tesla mit Visionen arbeitet und auch mit Hochdruck daran, dass es nicht nur Visionen bleiben, zeigen die in sich übergreifenden Konzepte und Ideen. Alles rund um Energiespeicher und Strom als Energiequelle. Für den reibungslosen Betrieb von stromangetriebenen Fahrzeugen ist es natürlich auch notwendig, dass man die Batterien unterwegs (oder eben zuhause) auch (günstig) aufladen kann. Erst so schafft man eine durchgehende Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Und so hat Tesla bereit einige Stromtankstellen (sogenannte Supercharger – wo man in nur 20 Minuten sein Auto zu 80 Prozent wieder aufladen kann) an strategisch wichtigen Positionen aufgebaut. Und diese Ladestationen sowie auch die Vertriebs- und Verkaufsstellen, sollen sich bis Ende 2017 nochmals verdoppeln. Und damit ein Netzwerk schaffen, welches dazu aufgestellt ist, auch im Massenmarkt mehr Fuß zu fassen und das Model III in großen Stückzahlen mit einer guten Usability unter die Leute zu bringen.

Teslas Vorteil gegenüber anderen Automarken ist wahrscheinlich eine gewissen Wendigkeit in der Entwicklung und Entscheidungsfindung. Und man kanibalisiert sich mit den neuen Produkten nicht selbst, sondern heimst Marktanteile vom Mitbewerb ein. Am spannendsten ist aber die grundlegende Denke und Entwicklungsmöglichkeit in diesem Sektor. Autoplattformen werden schon auf die Tatsache, dass sie für das intelligente Unterbringen der Energiespeicher von Anfang an konzipiert wurden, entwickelt. Bei vielen Automarken werden heute ja auch bereits E-Modelle angeboten – allerdings auf den Plattformen der volumenträchtigen Modelle, die einen herkömmlichen Tank und einen Verbrennungsmotor haben. Eben so, wie auch die ersten Automobilmodelle von Anfang an konzipiert und umgesetzt wurden. Dies ist allerdings eine Konstruktionsweise, die nicht ideal für eine Antriebstechnik mit Strom vorbereitet ist. Deswegen werden die Batterien meist im Kofferraum verstaut, der dann trotz Autogröße, diesen manchmal zu einer kleinen Farce werden lässt.

Auch Crashtests und Gewichtsverlagerungen haben andere Eigenschaften je nach Grundkonzeption. Und hier bei Tesla hat man den Vorteil, dass man nur auf diese Antriebsart hin entwickeln kann. Toyota geht ja bereits mit dem Prius einen guten Weg, ein Modell rein auf der für diese Technologie zu konzipieren und umzusetzen. Allerdings eben auch nur auf Hybridbasis – also ein dualer Betrieb von Strom und Verbrennungsantrieb. Weiter ist da schon BMW – die eine eigene Modellreihe für den Stromantrieb bereits entwickelt und im Programm haben. Die meisten anderen Autohersteller sehen Strom als Antriebskraft nur als eine weitere Form und Alternative. Und so ist es nicht verwunderlich, dass hier immer wieder mit Kompromissen bei der Entwicklung zu rechnen ist, die sich schlussendlich auf Reichweite und Gebrauchswert niederschlagen.

Das heute vorgestellte Model 3 von Tesla hat noch nicht viele Details offenbart. Eine Mindestreichweite (ansich schon eine gute Idee diese so zu benennen) von 315 Kilometern und eine Beschleunigung von 0 auf 100km/h in unter 6 Sekunden (Musk: "Wir hier bei Tesla bauen keine langsamen Autos"). Außerdem sollen trotz kleinerer Autogröße fünf Erwachsene bequem Platz haben. Dies wird auch dadurch erreicht, da das Auto keinen Motor unter der Kühlerhaube hat und man die Sitzreihen mit einem größeren Abstand einbauen kann. Außerdem soll das finale Auto ein durchgehendes Glasdach haben, welches auch nochmals den Kopfraum vergrößert und ein angenehmes Innengefühl gewährleistet. Weiters soll das Model III in allen Sicherheitskategorien Spitzenwerte erzielen und hat sowohl vorne als auch hinten Platz für Gepäck. Wer das Raumwunder des Model S bereits gesehen hat, kann sich auch gut vorstellen, dass dies trotz kleinerer Ausmaße im Model 3 gut gelingen kann. Vom Innenraum wurde nicht viel offenbart. Nur eine Kamerafahrt um das Auto herum. Diese zeigt einen noch größer wirkenden Bildschirm, der diesmal im Querformat eingebaut zu sein scheint. Was mir bei der Vorstellung ganz gut gefallen hat war die Tatsache, dass es scheinbar auch ein Designupdate für die Darstellung darauf zu geben scheint. Etwas, was ich persönlich für sehr notwendig erachte. Denn der Bildschirm in den anderen Modellen sieht aus wie ein PC-Bildschirm im Hochformat mit Windows 7 darunter installiert. Wenn schon keine oder kaum Instrumente, dann sollte die elektronische Darstellung am Puls der Zeit sein und neue Standards setzen und nicht nur Funktionen erfüllen.

Ende 2017 soll es soweit sein und das Model 3 weltweit verfügbar und auslieferbar sein (laut dem Versprechen von Elon Musk). Allerdings ist Tesla in der Zwischenzeit für seine Verspätungen dieser Termine bekannt. Bestellen (beziehungsweise reservieren) kann man das Auto mit 1000$ Anzahlung allerdings bereits seit heute. Und so wurden bereits während der Vorstellung angeblich 115.000 Reservierungen entgegen genommen. Kein schlechter Anfang. Die, die bereits einen Tesla haben werden bei der Auslieferung bevorzugt. Wie groß die produzierten Stückzahlen dann tatsächlich sind, werden wir wohl erst in den kommenden 24-Monaten erfahren. Wie einige weitere spannende Details vielleicht auch noch. So sollen alle Autos serienmäßig mit einem Auto-Pilot Sicherheitsfeature kommen. Laut Elon Musk gibt es allerdings noch ein Ass im Ärmel, welches er erst kürzer vor der tatsächlichen Auslieferung auf den Tisch legen will. Es bleibt spannend.

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